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Testudo hermanni boettgeri - Testudo marginata

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Große Ansprüche  stelle ich eigentlich nicht, aber ein angenehmes, gesundes und glückliches Leben möchte auch ich in deiner Obhut führen. Einige kleine Dinge sind dabei schon zu beachten. Aber urteile selbst.

Auch wenn ich in Deiner Obhut lebe, so bleibe ich immer ein Wildtier und möchte auch so behandelt werden. Das heißt, Du kannst mich zwar mal streicheln und hochnehmen, aber eigentlich mag ich dies nicht so gern. Jedes Hochnehmen bedeutet unendlicher Stress für mich und kann sich durchaus auch negativ auf meine Gesundheit auswirken. Ich liebe und benötige ein geruhsames Leben um lange und gesund leben zu können. Mein Wesen ist einfach so. 

Mein Lebensraum

Deinen Garten beschlagnahme ich  als meinen Lebensraum. In meinen ersten 2 bis 3 Lebensjahren bin ich noch sehr genügsam und nutze nicht alles. 1,5 m² reichen erst einmal für mich und weitere 1 bis 2 Gefährten. Du liest ganz richtig, allein möchte ich nämlich nicht leben. Auch wenn einige von Euch der Meinung sind ich bin ein Einzelgänger. Ich pflege zwar nicht unbedingt soziale Kontakte, aber so ganz allein wie Robinson Crusoe möchte auch ich nicht leben. In der freien Wildbahn laufen meine Verwandten ja auch täglich den anderen Kollegen über den Weg. Oft nur weil sich die Wege einfach kreuzen und manchmal auch um sich zu Paaren, damit auch die Vermehrung meiner Art gewährleistet ist. Die Männer können dann schon mächtige Kämpfe um eine Frau austragen. Na, wir kleinen Schildkröten brauchen den Kontakt zu gleichaltrigen Artgenossen.

Der beste Platz für meinen Wohnraum ist die sonnigste Stelle im Garten. Ich brauche auf jeden Fall die Morgensonne. Sie weckt mich und ich wärme mich unter ihren warmen Strahlen auf. Mein Kreislauf und die Verdauung kommen so in Schwung und ich kann dann sogleich mit der Futtersuche beginnen. Meine "Betriebstemperatur" liegt bei ca. 35° Celsius. Da läuft mein Stoffwechsel auf vollen Touren. Bei so richtig schlechtem Wetter kommt auch kein so richtiger Hunger auf weil ich nicht richtig warm werden kann und dann schlafe und döse ich einfach.  Dies mache ich so, weil ich keine eigene Körpertemperatur habe. Die Sonne spielt schon eine wichtige Rolle für mich. Ich brauche die Sonnenstrahlen aber auch, damit meine Knochen und der Panzer so richtig aushärten können. 

Meine Wohnlandschaft sollte so abwechslungsreich und naturnah wie möglich gestaltet sein. Auf keinen Fall nur ebenerdig. Hügel, Wurzeln, Stämme, Steine, Höhlen, Büsche, Pflanzen und Wildkräuter, all diese Dinge find ich toll. Das bringt Abwechslung in meine Bude und macht mich neugierig.

Sehr gut finde ich z.B. auch die Unterbringung in einem Frühbeetkasten mit ausreichender Grundfläche. Für mich und 1 bis 2 Freunde bis zu einem Alter von ca. 2 bis 3 Jahren ist eine Grundfläche von 100 cm Länge und 120 cm Breite ausreichend. Oft sind bei Frühbeeten mehrere Deckel. Um eine Überhitzung in meiner Wohnung vorzubeugen und damit ich auch die Wetterveränderungen mitbekomme, kannst du ja einen Deckel durch ein Drahtgitter (gleichzeitig Schutz vor Vögel) ersetzen. Mittlerweile gibt es aber auch schon automatische Fensterheber. Die können am Deckel befestigt werden. 

Frühbeet mit Fensterheber

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Selbstverständlich muss es kein Frühbeet sein. Wenn du handwerklich geschickt bist, kannst du mir auch etwas aus Stein, Holz o.ä. bauen.  Eine Anleitung für den Bau einer Freilandanlage findest du hier. In meinem jetzigen Heim haben wir Babys zwar kein Frühbeet in unserer Landschaft, aber wir nutzen das Gewächshaus mit den "Großen" für die Nacht und bei schlechtem Wetter. Hier sind einige Bilder von der Bepflanzung des Babygeheges.

Meine schon etwas älteren Geschwister und Freunde leben dann in einem größeren Freigehege. Diese haben ein eigenes Gewäschshaus. Früher hatten sie auch ein Frühbeet in ihrem Freigehege stehen. So ein Frühbeet würde mir auch gefallen. Das könnte dann an mein Freigehege angebaut werden.

Für sehr schlechtes Wetter brauche ich noch Wärmelampen in meinem Unterschlupf. Unter diesen kann ich mich dann sonnen. Und wenn schon Stromkabel in meine Behausung gelegt werden, denke an eine Heizung. Im Frühjahr kann es ja noch in so manchen Nächten Nachtfrost geben. "Erfrieren" möchte ich nicht. 

Hier bin ich mit einigen europäischen Landschildkröten in meinem Freiland-Gehege zu sehen.

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Als Bodengrund brauche ich einfache naturbelassene Gartenerde ohne Dünger und Spritzmittel. 

Vor manchen Dingen die mir nicht so behagen brauche ich Deckung  (zuviel Sonne, Regen, Hagel). Da habe ich ein paar Vorschläge:

  • Korkrinden, Wurzeln, Steine (auch zum Klettern gedacht),
  • kleinbleibende Koniferen oder Straucharten, Erika, Lavendel, Rosmarin, Thymian, Salbei,  Grasbüschel, verschiedene Gräser
  • einpflanzen oder säen von Futterpflanzen wie beispielsweise Spitzwegerich oder Löwenzahn usw.

Ich nutze diese Sträucher und Pflanzen aber auch um mich einfach nur auszuruhen oder um mich abzukühlen wenn die Sonne zu stark scheint.

Du kannst mich ruhig bis zu meiner Winterstarre draußen in meinem Gehege lassen. Dort kann ich mich nämlich allein darauf vorbereiten, so wie die "Großen".                  

 Gesundheit

Damit mein Panzer und meine Knochen nicht weich sondern hart und fest werden, brauche ich die schon erwähnte Sonne und Calcium. Da hätte ich gern Sepiaschalen, diese wetzen auch gleichzeitig meinen Schnabel (Hornscheiden) ab. Das Calcium lagert sich aber nur in meine Knochen und in den Panzer ein wenn ich auch genug natürliche Sonne genießen kann.

Die UVB-Strahlen sorgen dafür dass in meinem Körper das Vitamin D3 gebildet wird. Dieses Vitamin veranlasst die Einlagerung des Calciums in meinem Körper. So bekomme ich auch einen wirklich festen Panzer und stabile Knochen. 

Solltest Du die Sepiaschale am Strand gesammelt haben, wässere sie bitte für mindestens 2 Tage. Das Wasser entzieht ihr das für mich ungesunde Salz. Zu futtern gibst du mir am besten Wild- u. Wiesenkräuter. Bitte nicht jeden Tag Löwenzahn. Ich esse gern abwechslungsreich. 

Lockere feuchte Erde bräuchte ich auch noch in meiner Wohnung. Die brauche ich um mich einzugraben wenn mir danach ist. Gleichzeitig pflegt das Eingraben meinen Panzer, so wie die ätherischen Öle  von Lavendel oder Thymianpflanzen.

Selbstverständlich brauche auch ich auch frisches Wasser zum Baden und Trinken. Aber denke an meine Größe, ich bin ja schließlich keine Wasserschildkröte und kann nicht schwimmen.

Futterpflanzen

Eigentlich esse ich alles, was auf einer Wiese wächst und nicht gespritzt oder gedüngt ist. Auch getrocknet.

Mein Speiseplan beinhaltet unter anderem:

Spitzwegerich, Breitwegerich, Klee, Löwenzahn, Vogelmiere, Wegwarte, Distelarten, kleines Habichtskraut, Scharfgarbe, Ehrenpreis, Malve, Walderdbeeren in Maßen (hier wird Frucht und Blatt gefressen, Hibiskusblüten , Fette Henne in Maßen, verschiedene Sedumarten (nur ab zu als Leckerbissen), Wickenarten, Wilde Möhre, Akelei, Klettenlabkraut, Storchschnabel, Taubnessel, Hirtentäschelkraut,  geriebene Karotten, Wassermelone (dient als Wasserspender), Luzerne, Feld- und Zaunwinde, Zucchiniblätter und Blüten und usw.

Absolut ungesund für mich sind Tomaten!!!

0bst gehört eigentlich nicht auf meinen Speiseplan, denn dann kriege ich schnell Durchfall. Aber ab und zu kann ich schon einmal eine Brombeere oder etwas von deiner Melone vertragen. 

Vorschläge und Tipps zu meiner Winterruhe

Wenn du mir jedes Jahr eine Winterruhe gönnst, werde ich dir noch Freude bereiten, wenn du schon alt und klapperig bist. Mir ist dies schon wichtig. Es tut mir einfach gut, eine Auszeit zu nehmen. Meine Kollegen in freier Wildbahn machen das schließlich auch. Das liegt einfach in meiner Natur. Nicht ohne Grund haben wir Schildkröten eine so lange Zeit überlebt.

bei Freilandhaltung

Durch die natürliche Reduzierung des Tageslichtes und der geringeren Tagestemperaturen bereite ich mich selbst auf die Winterstarre vor. Da die Temperatur nachts erheblich absinkt kann sich mein Körper umstellen und ich höre selbst mit dem Fressen auf und entleere meinen Darm. Du siehst mich dann irgendwann nur noch wenn ich Sonnenbäder nehme und Wasser trinke um meinen Darm zu entleeren. Irgendwann ist es dann soweit, ich grabe mich in die lockere Erde zum "Schlafen" ein. Komme ich dann 8-10 Tage nicht mehr aus meinem Unterschlupf, kann ich in den Keller oder in den Kühlschrank gebracht werde.

    Winterquartier

Die Winterruhe würde ich gerne in einer Holzkiste/Kunststoffbox verbringen. In diese füllst du gut angefeuchtete Gartenerde von ca. 5 – 10 cm Tiefe (von meiner Größe abhängig). Setze mich bitte darauf und decke mich mit feuchter Gartenerde und feuchtem Laub (Buchenlaub ist prima geeignet) zu. Genügend Feuchtigkeit verhindert, dass ich austrockne und an Gewicht verliere. Der Behälter muss sicher vor Mäusen und Zugluft abgestellt sein. Er sollte abgedeckt werden, aber nicht luftdicht sein. Eine regelmäßige Kontrolle der Temperatur empfiehlt sich. Meine Schlaftemperatur liegt weit unter 10°. Ideal sind so 4 – 6° Celsius. Die Feuchtigkeit der Erde muss auch kontrolliert feucht gehalten werden.

In den letzten Jahren setzte sich die sog. Kühlschrankmethode immer mehr durch. Ja, ich kann auch in einem Kühlschrank überwintern. Die gleichbleibende Temperatur und die Erhaltungsmöglichkeit einer hohen Luftfeuchtigkeit sind die größten Vorteile dieser Methode. Ich werde in den gleichen Behältern wie im Keller einfach in den Kühlschrank gestellt. Um den Luftaustausch zu gewährleisten, welcher notwendig ist, wird der Kühlschrank einmal wöchentlich für 30 Sekunden geöffnet. Wiege mich bitte vor, während  und nach der Winterstarre.

Beendigung:

Wenn Ende März die Temperaturen frühlingshaft ansteigen, möchte auch ich wieder aus meiner Winterruhe erwachen. Erhöhe die Umgebungstemperatur während den nächsten Tagen langsam!! Dann werde ich wach.  Im Idealfall ist mein Gewicht gleich geblieben. Mehr als 5% darf ich aber nicht an Gewicht verlieren, es wird sonst sehr gefährlich für mich. Beende dann lieber meine Winterstarre!!! Ein Bad in lauwarmen Wasser dient dem Ausgleich eines evtl. Wasserverlustes. Danach bringe mich wieder in das Frühbeet/Freilandgehege/Terrarium und gib mir etwas zu Essen. Normalerweise futtere ich innerhalb von 2 Tagen wieder, aber manchmal brauche ich ein paar Tage länger bis mein Kreislauf in Schwung kommt.

Meine Winterruhe dauert im ersten Lebensjahr mindestens 8 - 12 Wochen. Diese halte ich hier bei meinem Boss.

Nun entscheide! Wenn du mir dieses Leben bieten kannst werden wir mit Sicherheit Freunde.

So stelle ich, eine Griechische Landschildkröte, mir die Haltung bei einem neuen Schildkrötenliebhaber vor. Die Breitrandschildkröten sind da mit mir selbstverständlich einer Meinung.

 

Gruß

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